Pilgern und Pilgerwege in Österreich

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Geschichte & Wegetappen - St. Rupert Pilgerweg



St. Rupert Der St. Rupert Pilgerweg erinnert an die gemeinsamen religiösen und kulturgeschichtlichen Wurzeln des alten Bistums Salzburg und Bayerns und verbindet die Wirkungsstätten des Hl. Rupert, heilige Orte und künstlerische Zeugnisse seiner Verehrung.
St. Rupert
Der Pilgerweg beginnt oder endet in der legendenumwobenen Gnadenkapelle des Marienwallfahrtsortes Altötting, die Rupert erbaut oder aus einer heidnischen Kultstätte in eine christliche Taufkapelle umgewandelt haben soll. Dort oder nach anderen Quellen in Regensburg soll er den Bajuwarenherzog Theodo getauft und mit dem Evangelium auch die Verehrung Marias gebracht haben.



Der Pilgerweg folgt den Spuren Ruperts durch die Gebiete, die Theodo ihm zur Finanzierung der Neuchristianisierung und zum Bau von Kirchen und missionarischen Zellen oder Klöstern geschenkt hat: er führt durch das Gebiet zwischen Alz und Salzach, das heute nach seinem Schutzheiligen Rupertiwinkel genannt wird. In Gaden bei Waging soll laut einer Legende Rupert eine Hl. Messe gefeiert haben. Im Bereich des heutigen Bad Reichenhall erhielt Rupert 20 Salzpfannen, ein Drittel des Salzbrunnens sowie den üblichen Herrenzins und die Güter Piding und Maxglan.

St. Rupert In Seekirchen, auf der Route von Waging nach St. Gilgen, soll Rupert, der alten Römerstraße folgend, auf seinem Weg nach Salzburg um 696 eine erste Kapelle gebaut haben. Möglicherweise fand er hier bei den "Walchen" noch Reste christlicher Bevölkerung aus der Römerzeit. Das Areal rund um die Ruine der römischen Festung Juvavum (Salzburg) machte er zum Mittelpunkt seines Wirkens. Hier gründete er 696 das Benediktinerkloster St. Peter und 713 - 715 das Frauenkloster Nonnberg unterhalb der herzoglichen Burg, dessen erste Äbtissin seine Nichte Erentrud war. Die Verehrung des Hl. Rupert in Salzburg beginnt mit der Translation seiner Reliquien von Worms nach Salzburg anlässlich der Weihe des Vorgängerbaus des Doms am 24.09.774 durch Bischof Virgil. Auch heute noch werden die Reliquien jedes Jahr am 24. September, dem Rupertitag, in einer feierlichen Prozession von St. Peter, wo sie das Jahr über ruhen, von den Gläubigen zum Dom begleitet.

Eine weitere Route führt von St. Gilgen nach Bischofshofen, wo Rupert um 711/12 die Maximilianszelle als Stützpunkt für die Missionierung der Slawen sowie eine Kirche stiftete und das er "Pongau" nannte. Die Legende erzählt, dass wunderbare Lichtzeichen Rupert zur Wahl dieses Ortes bestimmt hätten. Dabei könnte es sich um die beim nächtlichen Gottesdienst brennenden Lichter christlicher Romanen gehandelt haben, die die Völkerwanderung und Besiedeung der Gegend durch heidnische Slawen überdauert hatten und möglicherweise den Hl. Maximilian verehrten. Rupert entsandte zunächst den Priester Deoningus mit einem geweihten Holzkreuz, das dieser am Ort der "Wundererscheinungen" aufstellte. In Bischofshofen ist das wiederentdeckte Rupertuskreuz, Symbol des St. Rupert Pilgerweges, im Museum am Kastenturm zu sehen. St. Rupert

St. Rupert mit dem Salzfass, der Schutzpatron des Salz- und Salinenwesens
Traunstein, Hammer, Bad Reichenhall, Freilassing und Salzburg, Laufen und Oberndorf an der Salzach, sie alle verdanken ihren Aufstieg und Reichtum der Salzgewinnung und Verarbeitung oder liegen am Salzhandelsweg. Der Salzheilige und "Apostel Bayerns" hat Geschichte, Kultur und Glauben im Salzburger Land, im Rupertiwinkel, in Bad Reichenhall und dem Berchtesgadener Land entscheidend geprägt. Das Salzfass in seiner Hand steht nicht nur für den materiellen Wohlstand des Landes, sondern auch für die Botschaft: "Habt Salz in Euch und haltet Frieden" (Mk 9,50). Es symbolisiert die Würze des Lebens, spirituellen Reichtum, Erfüllung und Lebenssinn. Ohne Salz schmeckt alles schal.

Wegübersicht - St. Rupert Pilgerweg
Information & Kontakte

St. Rupert
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